Im Januar 2007 wurde in Schleswig-Holstein ein neues Schulgesetz beschlossen und es macht die Gemeinschaftsschule zur Regelschule:

Dieses Schleswig-Holsteinische Schulgesetz enthält die grundlegenden Forderungen der AfB! Leider ist eine völlige Abkehr vom dreigliedrigen Schulsystem am Koalitonspartner gescheitert, jedoch ist man auf dem Weg in die richtige Richtung.
Eine Reform der Struktur der Schulen in
Schleswig-Holstein und auch in ganz Deutschland
ist überfällig. Die Umwandlung der Schulstrukturen in Schleswig- Holstein
ist sowohl ein Gebot der Demographie als auch der Pädagogik,
nicht zuletzt aber auch der Bildungsgerechtigkeit.
Die Vergleichsstudien der letzten Jahre legen die
Mängel im deutschen Schulsystem offen. Für
Schleswig-Holstein fordert die SPD Veränderungen,
die sicher stellen, dass Benachteiligungen
von Schülerinnen und Schülern auf Grund ihrer
Herkunft ausgeschlossen werden und die Chancen
gemeinsamen Lernens genutzt werden können.
Grundlagen der Strukturveränderung sind
Anforderungen der modernen Volkswirtschaft,
der sich rasant entwickelnden Gesellschaft und
die sich aus den internationalen Vergleichsstudien
ergebenden Antworten u.a. im Sinne
unserer skandinavischen Nachbarstaaten.
Folgt man den Gesetzen der Bevölkerungsentwicklung, wird das schon in wenigen Jahren nicht mehr möglich sein. Die Schülerzahlen sinken stetig, allein die Zahl der Grundschüler geht bis zum Jahr 2010 um 21,5 Prozent zurück.
Bereits jetzt erfüllen in Schleswig- Holstein etwa 100 Schulen die vorgeschriebene Mindestgröße nicht mehr, obwohl sie sehr großzügig gehandhabt wird. Das Land wird auf Dauer einen Großteil seiner Schulen nicht aufrechterhalten können. Bleibt die Grundstruktur mit ihren getrennten Bildungsgängen so wie sie ist, wird es zwangsläufig zu Schulschließungen kommen. Das Land ist aber verpflichtet, alle Regionen gleichermaßen mit Schulen zu versorgen, was wiederum angesichts der sinkenden Schülerzahlen in Zukunft nicht mehr machbar sein wird. Da Eltern angesichts der angespannten Situation auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt den möglichst höchsten Bildungsgang für ihr Kind wählen, wird dieser Rückgang der Schülerzahlen langfristig vor allem die Hauptschulen treffen.
Die PISA-Untersuchungen haben Deutschland ein zu geringes
durchschnittliches Bildungsniveau bescheinigt und vor allem
erhebliche Defizite im Bereich der Chancengleichheit
festgestellt.
Deshalb wird Schleswig-Holstein die Schulstruktur verändern
und das gemeinsame Lernen über einen Zeitraum von
mindestens 10 Jahren ermöglichen.
Ein erster Schritt zur Beseitigung von Chancenungleichheiten
wird sich durch eine gründliche Schulvorbereitung im
Kindergarten und der Vorschule ergeben. Weiter ist die
Einführung von mehr offenen Ganztagsschulen ein Angebot
zur Verbesserung der sozialen Integration.
Längeres gemeinsames Lernen an einer Schule kann für viele
Schulstandorte beim derzeitigen Rückgang der Schülerzahlen
den Erhalt der Schule vor Ort bedeuten!
Vorhandene Schulen können sich als Verbundschulen
vernetzen und dadurch effektiver arbeiten. Die
Landesregierung unterstützt jede Art schulischer Verbesserung
und Optimierung durch Vernetzung. Diese Unterstützung dient
besonders dem ländlich strukturierten Raum.
Bevor die Kinder eingeschult werden, sollen alle Kinder ein
schulvorbereitendes Jahr in der Vorschule oder im Kindergarten
verbringen. Dort werden ihnen die Fertigkeiten vermittelt,
die sie benötigen um erfolgreicher in der Grundschule zu
starten.
Die Grundschule wird bis zum Jahre 2007 überall in Schleswig-
Holstein als eine Verlässliche Grundschule eingeführt sein.
Von der Klassenstufe 5 an sollen immer mehr Schulen sich an
dem Modell einer offenen Ganztagsschule organisieren. In
dieser Organisationsform findet an mindestens drei Nachmittagen
eine schulische Aktivität statt. Aus dieser Ganztagsschule
sowie aus den vorhandenen Systemen
der Gesamtschulen kann der Schulstrukturwandel
hin zur neuen "Schule für alle" erfolgen.
Warum wir eine Schule für alle brauchen
Gutachten IFS - Prof. Dr. Ernst Rösner
Schulentwicklung in Schleswig-Holstein
Veränderungen der Schulstruktur in Schleswig-Holstein als Konsequenz demografischer und gesellschaftlicher Entwicklungen
Internet:
AfB - Schleswig-Holstein